Klaus Graf, uns allen bekannt, durch seinen Infoblog Archivalia hat sich im Portal der Gerda Henkel Stiftung ebenfalls in die Diskussion, wie das Digitale die Wissensschaftspraxis und -kultur verändert, eingewoben. Wenn ich auch wengier für eine ‘Medienrevolution’ als vielmehr für einen ‘beschleunigten Medienwandel’ plädieren würde, stimme ich Klaus in den zentralen Punkten zu. Reichweite, Aktualität, Multimedialität, Interaktivität, Vernetzung und Diskursivität sprechen für neue Formen der Publikation im Netz. Die Potentiale des Internet sind hierbei insbesondere in den (deutschen) Geisteswisssenschaft in der Tat, wie Klaus betont, “bei weitem noch nicht ausgeschöpft”. Das Ziel muss eine “lebendigere Wissenschaft” sei, die vom Austausch, Diskursen und freiem Wissen lebt.
Auch Daniel hat in einem zweiten Beitrag wichtige Aspekte, die mich an die Ausführungen von Daniel Cohen erinnerten,1 hinzugefügt. Ja: Es gibt keinen virtuellen Raum des Internets oder des Computers, eine dunkle Parallelwelt, sondern das Digitale ist längst real und integraler Bestandteil unserer Lebenswelten.

P.S: Es tut gut zu hören, dass auch wissenschafltiche Experimente mal daneben gehen dürfen.

  1. The Ivory Tower and the Open Web: Introduction: Burritos, Browsers, and Books [Draft], online: http://www.dancohen.org/2011/07/26/the-ivory-tower-and-the-open-web-introduction-burritos-browsers-and-books-draft/, letzter Zugriff 19.08.2011 []